Wieviel ERP gehört ins WEB?

Wie viel ERP gehört ins Web?

Eine ERP Software wird täglich mit wichtigen Unternehmensdaten gefüttert. Je nachdem wie ein Unternehmen aufgestellt ist, sollen diese Daten an verschiedenen Standorten verfügbar sein. Da eine Kernfunktion einer alle Prozesse umfassenden ERP Software, die Vernetzung aller Unternehmensprozesse ist, müssen einige dieser Daten auch von außerhalb zugänglich sein.
Doch wie verfährt man mit sehr sensiblen Daten wie Kundendaten, Preisen oder Engineeringdaten? Ist es zu verantworten diese über das Internet überall zugänglich zu machen?

Je nachdem wie ein Unternehmen aufgestellt ist, sollen diese Daten an verschiedenen Standorten verfügbar sein.

Komfort vor Sicherheit?

Fest steht, dass die ortsunabhängige Verfügbarkeit von Daten sehr komfortabel für die beteiligten Mitarbeiter ist. Das betrifft nicht nur den Vertrieb, der Kundendaten, Gesprächsaufzeichnungen oder Angebote jederzeit und überall abfragen kann.
Auch auf einer Baustelle ist es hilfreich aktuelle Lieferdaten, Pläne oder Informationen über bestimmte Teile sofort und immer aktuell zur Verfügung zu haben.
Ein anderes Thema ist die Arbeitszeiterfassung. Man muss nicht mehr im Büro sein um seine Zeiten aufzuzeichnen, mit einem passenden Tool funktioniert das überall. Egal ob man auf einer Messe, einer Baustelle oder von zu Hause aus arbeitet.
Sind es all diese Arbeitserleichterungen und Work-Flow-Optimierungen wert Unternehmensdaten über das Netz verfügbar zu machen?
Hier muss sicher unterschieden werden wie diese Daten angeboten und abgegriffen werden. Jedes Unternehmen das ein internes Netzwerk betreibt, welches auch mit dem Internet verbunden ist, setzt sich einer gewissen Gefahr aus. Heutzutage ist quasi kein System 100 % sicher vor Angriffen. Wenn diese Daten auf eigenen oder auf sicheren Servern in einer Serverfarm liegen, sollte auch der kontrollierte Zugriff von außen kein Problem sein.

Digitalisierung über alles?

Mit der fortschreitenden Digitalisierung gewöhnen wir uns immer mehr an die Annehmlichkeiten der ständigen Verfügbarkeit von Daten und Informationen. Wir setzen sie schon fast voraus. Im privaten Umfeld ist es gang und gäbe über das Smartphone jederzeit Informationen zu erlangen, die wir gerade benötigen.
Im Arbeitsumfeld kann die dadurch entstehende Flexibilität durchaus für entscheidende Wettbewerbsvorteile sorgen. Fest steht, dass die Mitarbeiter ortsunabhängig Zugriff auf Daten haben und auch Daten ins System eingeben können. Dadurch ist der Datensatz immer aktuell und Verzögerungen werden vermieden. Somit können Auswertungen, Datenänderungen und generell Informationen flexibler, schneller und komfortabler verarbeitet werden. Dadurch entstehen straffere Work-Flows, ohne die Mitarbeiter mehr zu belasten. Projekte werden effizienter und die Kundenzufriedenheit steigt.
Wenn man sich als Unternehmen dafür entscheidet seine Daten von außen zugänglich zu machen, empfiehlt sich eine enge Zusammenarbeit mit dem Softwareanbieter, um Sicherheitsrisiken zu minimieren und nur die Daten zur Verfügung zu stellen, die wirklich notwendig sind.

Autor: Bruno Handler (AXAVIA Software GmbH – Marketing & Sales)